Die Abwechslung macht für Kevin Schneider den Reiz seines Berufes aus: Er ist Physiotherapeut beim Basketball-Bundesligisten Medi Bayreuth. Jede posttraumatische Therapie der Profisportler verläuft anders, selbst bei nahezu identischen Indikationen. Neben einer intensiven und individuellen physiotherapeutischen Betreuung können medizinische Hilfsmittel unterstützen. Im Interview erklärt Kevin Schneider, wie wichtig das Zusammenspiel ist und welche Rolle er im Netzwerk aus Team, Trainer, Arzt und Sanitätshaus einnimmt.
Herr Schneider, bitte geben Sie uns einen kurzen Einblick in Ihren typischen Arbeitsalltag?
Kevin Schneider: „Ich bin rund um die Uhr für die Jungs von Medi Bayreuth da – 24 Stunden an sieben Tagen pro Woche. Das heißt täglich ist Training, auch an den Wochenenden. Vormittags stehen meistens Kraftübungen und individuelle Workouts auf dem Plan beziehungsweise die Reha-Betreuung von verletzten Spielern, abends trainiert das Team zusammen. Besonders wichtig ist mir, dass sich die Sportler gut betreut und wohl fühlen. Als Physiotherapeut bin ich permanent erreichbar und kann sofort reagieren, wenn ein Spieler beispielsweise während des Trainings umknickt oder Nasenbluten bekommt. Verletzte Spieler in der Reha erhalten täglich je zwei bis vier Stunden Therapien, wie Reizstrom, Massagen oder physiotherapeutische Behandlungen. Durch die intensive Betreuung sind die Profisportler meistens schneller wieder fit als Breitensportler.“
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